130 Teilnehmende bei den Büchereitagen 2026: Medienbildung im Mittelpunkt

Die Büchereitage 2026 waren ein großer Erfolg: Rund 130 Teilnehmende aus Büchereien der gesamten Diözese kamen am 17. und 18. April nach Regensburg, um sich zum Jahresschwerpunkt „Medien verstehen – Kinder stärken“ fortzubilden. Die zweitägige Veranstaltung bot praxisnahe Impulse, aktuelle Entwicklungen aus dem Sankt Michaelsbund und viele Gelegenheiten, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Nach dem Empfangskaffee begrüßte Diözesanbeauftragter für den Sankt Michaelsbund Dr. Walter Zahner die Teilnehmenden und eröffnete die Tagung. Anschließend stellte Maximilian Mihatsch aktuelle Themen und Entwicklungen aus dem Sankt Michaelsbund vor. Darauf folgte der erste große Fachimpuls: Maria Bauer vom Netzwerk Bibliothek Medienbildung (dbv) führte in die Grundlagen der Medienbildung ein und zeigte auf, wie Büchereien Kinder und Familien in einer digitalen Lebenswelt begleiten können.
Am Abend erwartete die Teilnehmenden ein literarischer Programmpunkt: Gerda Stauner stellte ihren neuen Roman „Das kleine Hotel am Getreidemarkt“ vor. In dem Buch rücken unterschiedliche Lebensgeschichten zusammen, darunter auch die eines Geflüchteten, der im Hotel Zuflucht findet. Die Autorin las ausgewählte Passagen, während Florian Wein das Gespräch begleitete und Fragen zu Figuren, Themen und Entstehung des Romans stellte. Die Mischung aus Lesung und moderiertem Dialog wurde von vielen sehr positiv aufgenommen und bildete einen angenehmen Abschluss des ersten Tages.
Der Samstag begann mit einer gemeinsamen Eucharistiefeier, die von Walter Strasser geleitet wurde. In seiner Predigt nahm er die Arbeit der Büchereileitungen ausdrücklich in den Blick und würdigte ihr Engagement für Leseförderung und Gemeinschaft. Zudem verwies er auf den Buchsonntag im November, der als fester Termin im Kirchenjahr die Bedeutung des Lesens und der Literatur noch einmal besonders hervorhebt.
Anschließend stellte Simone Freiwald vom Netzwerk Bibliothek Medienbildung (dbv) konkrete Methoden und Ideen vor, wie Medienkompetenz in der Büchereipraxis umgesetzt werden kann. Viele Teilnehmende nahmen die vorgestellten Formate direkt als Inspiration für eigene Angebote mit.
Am Nachmittag informierte Christina Schnödt über Neuigkeiten aus der Diözesanstelle Regensburg, bevor Susanne Steufmehl vom Sankt Michaelsbund Landesverband Bayern e. V. die wichtigsten Neuerscheinungen des Frühjahrs 2026 präsentierte. Die begleitende Buchausstellung war an beiden Tagen gut besucht und bot reichlich Gelegenheit zum Stöbern und für persönliche Gespräche.
Zwischen den Programmpunkten blieb viel Raum für Begegnungen und kollegiale Vernetzung. Die Rückmeldungen machten deutlich, wie wertvoll der direkte Kontakt und der gemeinsame Blick auf Herausforderungen und Chancen der Medienbildung sind. Die Büchereitage 2026 zeigten: Büchereien sind wichtige Partner für Familien, wenn es darum geht, Kinder in einer digitalen Welt zu begleiten und zu stärken. Die hohe Beteiligung unterstreicht, wie engagiert die Büchereien der Diözese ihre Arbeit weiterentwickeln.